Die SprecherInnen der politischen Jugendorganisationen von Jusos, Grüne Jugend und Linksjugend fordern die Abschaffung jeglicher Zwangsdienste wie Wehrpflicht und Zivildienst. Sie reagieren damit auf die Ankündigung der Bundesregierung die Wehrpflicht zu verkürzen. „Wir lehnen sowohl den Regierungsentwurf zur Reform der Wehrpflicht als auch die Forderung des JU Bundesvorsitzenden Mißfelder, nach einem verpflichtenden 6 monatigen Zwangsdienst für alle, ab“, so Sebastian Thul Landesvorsitzender der Jungsozialisten im Saarland.

Auch die Grüne Jugend Saar spricht sich für die Abschaffung der Wehrpflicht aus. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend: „Die allgemeine Wehrpflicht ist nicht mehr zu rechtfertigen. Dadurch, dass nur ein Bruchteil eines Jahrgangs eingezogen wird, ist ein riesiges Gerechtigkeitsdefizit entstanden. Die Bundeswehr ist nicht auf der Höhe der Zeit. Wir brauchen dringend eine moderne Freiwilligenarmee.“

Nach Ansicht der Landesvorsitzenden der Linksjugend hat die Debatte um die Wehrpflicht letztlich auch eine ökonomische Dimension erreicht, entstehen durch die Wehrpflicht jährlich schließlich Kosten i.H.v. rund 6 Mrd. Euro. „Außerdem“, so Sandy Stachel weiter, „stellt diese schlicht weg einen der massivsten Eingriffe in die Freiheitsrechte junger Männer dar. Es sind lange keine sicherheitspolitischen Aspekte mehr, die die Wehrpflicht begründen, es scheint mir da eher um Lückenbüßerei zu gehen.“

Die Jusos Saar, die Grüne Jugend Saar sowie die Linksjugend.Saar sprechen sich seit Jahren für die Abschaffung der Wehrpflicht aus. „Statt durch Zwangsdienste in die Freiheit der jungen Menscheneinzugreifen, sprechen wir uns für ein stärkeres Anreizsystem für Freiwilligen Dienste wie FSJ und FÖJ aus. Die Wehrpflicht ist ein Relikt aus Tagen des Kalten Krieges und sollte der Vergangenheit angehören“, so die Vorsitzenden/Sprecher im Konsens.