Am morgigen Freitag, den 23. April, veranstaltet die Grüne Jugend ab 16:30 Uhr in der Saarbrücker Bahnhofstraße/ Fußgängerzone eine Protestaktion gegen Atomkraft anlässlich des baldigen Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe. Anhand von Informationsmaterial sollen die Bürgerinnen und Bürger über die Gefahren der Atomkraft aufgeklärt werden. Dazu werden „Fässer mit Atommüll“ in einem abgesperrten verstrahlten Bereich der Fußgängerzone zudem für die nötige Stimmung sorgen.

„Am 26. April 1986 explodierte das Restrisiko der Atomtechnologie. Es war nicht nur der GAU für die Menschen in der Ukraine und Weißrussland, deren Gesundheit und Lebenswelt zerstört wurden. Es war auch der GAU für jenen Machbarkeitswahn, der die Risiken der Atomenergie immer wieder herunter geredet und geleugnet hatte – bis die Strahlenwolke in den Tagen nach Tschernobyl Europa überzog.“, sagt Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar. „Union, FDP und Energiekonzerne setzen voll auf die Risikotechnologie Atomkraft, wollen Atommüllberge produzieren und diese schnell und einfach in Gorleben verscharren. Die endlose Katastrophe von Tschernobyl muss uns antreiben, das Mögliche Realität werden zu lassen. Atomkraft – Nein danke! Nie wieder Tschernobyl.“

Am darauf folgenden Samstag, den 24.4., werden die jungen Grünen nach Biblis fahren, um sich an der Umzingelung des Atomkraftwerkes zu beteiligen.