Die Erweiterungspläne für die Völklinger Hütte und die voraussichtliche Renovierung der Wehrdener Meisterhäuser könnten den Bau des geplanten Minaretts auf der Wehrdener Moschee verhindern. Durch die Planungen würde eine Schutzzone in der Nachbarschaft des Weltkulturerbes entstehen, die den Bau auf dem Dach der Moschee unmöglich macht. Die Grüne Jugend Saar reagierte mit Bestürzung auf das mögliche Aus für das geplante Minarett.

„Das geplante Minarett ist ein Zeichen für das gemeinschaftliche und friedliche Zusammenleben der Kulturen. Die Stadt Völklingen kann durch den Bau eine gelebte Religionsfreiheit demonstrieren. Es ist für uns daher unverständlich, wieso die Interessen einer Religionsgemeinschaft nun derart umgangen werden.“, sagt Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar. „Besonders im Hinblick darauf, dass die Kommunen bemüht sind, den kirchlichen Institutionen jeden Wunsch von den Augen abzulesen, muss man aufgrund der Religionsfreiheit auch der Moschee in Völklingen zugestehen, ihr Gebetshaus durch einen solchen Bau rein optisch aufzuwerten. Ein solches Objekt darf nicht an der Verhinderungstaktik der örtlichen CDU scheitern. Die Religionsfreiheit ist eines der elementaren Grund- und Menschenrechte, sie muss durch einen offenen Dialog auch endlich in den Köpfen der Menschen ankommen.“