Auf dem Parteitag der Saar-Grünen am kommenden Sonntag in Heusweiler wird sich auch die Grüne Jugend mit inhaltlichen Anträgen einbringen. Diese befassen sich mit dem Bau von CCS-Kohlekraftwerken, mit der drohenden Einführung eines bundesweiten Stipendiensystems, sowie der staatlichen Subventionierung des Flughafen Ensheim.

Die Jugendorganisation fordert ihre Mutterpartei auf, sich für die Einführung eines Mindestwirkungsgrades von 58 Prozent bei Kraftwerksneubauten einzusetzen und eine entsprechende Bundesratsinitiative voranzutreiben.

Weiterhin sollen sich die Grünen gegen staatliche Subventionen sogenannter CCS-Kohlekraftwerke und für strenge rechtliche Bestimmungen im Bezug auf die Haftung aussprechen.

Ein weiterer Antrag soll festlegen, dass sich die Saar-Grünen gegen ein flächendeckendes Stipendiensytem im Saarland stellen. Ein solches ist auf Bundesebene geplant und wird vom Koalitionspartner FDP in besonderer Weise unterstützt. Aus grüner Sicht wäre dies jedoch fatal. Sinnvoller wäre eine finanzielle Unterstützung von SchülerInnen aus einem sozial schwachen Umfeld. Diese profitierten nur in Ausnahmefällen von Stipendien, obwohl sie wesentlich stärker auf staatliche Mittel angewiesen sind.

Der dritte Antrag befasst sich mit der staatlichen Subventionierung des Flughafen Ensheim.

Die Grüne Jugend Saar befürchtet, dieser könnte sich, aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu einem Millionengrab entwickeln. Die räumliche Nähe zu den Flughäfen in Frankfurt und Zweibrücken machen ein lukratives Wirtschaften des Flughafens unmöglich, da das Angebot in Ensheim nicht mit anderen Flughäfen in der Region konkurrieren kann.

Die Grüne Jugend fordert deswegen von den Grünen Saar, sich gegen weitere Subventionen des Flughafen Ensheim auszusprechen und das Geld stattdessen in andere, sinnvollere Projekte fließen zu lassen.