Politiker von CDU und CSU fordern eine neue Einwanderungspolitik, bei der Ausländer sich zukünftig einem Intelligenztest unterziehen sollen. Ziel müsse es werden, die Einwanderung stärker nach dem Nutzen Deutschlands auszurichten. Der innenpolitische Sprecher der Berliner CDU, Peter Trapp, und Markus Ferber, Vorsitzender der Europagruppe der CSU, fordern gemeinsam, dass zukünftig humane Gründe nicht mehr als einziges Kriterium bei der Zuwanderung angewandt werden. Die Grüne Jugend Saar kritisiert den Vorstoß der Unionspolitiker als rassistisch und unzutreffend.

Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar: „Die Unionsparteien sollten prüfen, ob es nicht besser wäre, bei der eigenen Kandidatennominierung einen Intelligenztest durchzuführen. Die Forderung nach Intelligenztests für Einwanderer ist rassistisch und zeugt von platten und dummen Vorurteilen gegenüber Migrantinnen und Migranten. Es ist nicht hinnehmbar, dass Politiker sich derart menschenfeindlich äußern. Von christlichen Parteien dürfte man eigentlich eine humanere Einwanderungspolitik erwarten, eine derartige Äußerung hat mit einer zeitgemäßen Politik nichts zu tun, stärkt stattdessen wieder Vorurteile und schürt den Rassismus, anstatt endlich für ein kulturelles Miteinander zu werben.“