Die Grüne Jugend Saar kritisiert die Aussagen Peter Müllers in Bezug auf die Aufnahme von zwei Guantanamo-Häftlingen in Deutschland. Zurzeit sitzen in dem US-Gefangenenlager auf Kuba noch rund 180 Gefangene ein. Etwa 30 von ihnen wurden bereits als unschuldig eingestuft, können jedoch nicht in ihre Heimatländer zurück, da ihnen dort Folter und andere Gräueltaten drohen. Diese Häftlinge können nur ausreisen, wenn sich ein Land wie Deutschland zur Aufnahme bereiterklärt.

Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar: „Deutschland leistet mit der Aufnahme von zwei unschuldigen, entlassenen Häftlingen nicht nur eine große humanitäre Geste, sondern trägt mit diesem Handeln auch zur Schließung des Lagers Guantanamo bei. In Guantanamo werden kategorisch Menschenrechte verweigert und die Prinzipien eines Rechtsstaates geleugnet. Viele Häftlinge sind seit Jahren ohne Anklage und ohne Schuldbeweis z.B. aufgrund eines unter Folter erzwungenen Geständnisses inhaftiert. Die Schließung dieses Lagers darf sich nicht dadurch verzögern, dass kein Land bereit ist, Häftlinge aufzunehmen. Den Gefangenen muss jetzt dringend geholfen werden, die durch Folter erlittenen Traumata aufzuarbeiten. Wir begrüßen daher ausdrücklich die Aufnahme der Häftlinge.“

Auch das Saarland könne durch eine generelle Aufnahmebereitschaft ein deutliches Zeichen gegen Folter in der  Welt setzen. „Die CDU und Peter Müller beweisen hier ihre Doppelmoral. Einerseits werden die Menschenrechtsverletzungen anerkannt und kritisiert, andererseits wird eine humanitären Verpflichtung abgelehnt, anstatt offensiv für die Menschenrechte einzustehen.“, so Comtesse abschließend.