Die SPD wird der geplanten Verfassungsänderung nicht zustimmen und erteilt dem 5. Grundschuljahr damit eine Absage. Die Grüne Jugend Saar kritisiert diesen Schritt. Anscheinend ist die SPD nicht bereit, gemeinsam mit der Regierungskoalition für eine zukunftsorientierte und gerechte Bildungspolitik einzustehen, sondern hat sich hiermit längst von einer konstruktiven Zusammenarbeit verabschiedet. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

„Anscheinend ist es der SPD-Fraktion wichtiger, die Jamaika-Koalitionäre schlecht darzustellen, anstatt endlich mal an die Zukunft des Saarlandes zu denken und eine notwendige Reform gemeinsam anzupacken. Ein zusätzliches 5. Grundschuljahr hat viele Vorteile: die Kinder wechseln ein Jahr später auf die weiterführenden Schulen und den Eltern fällt es daher leichter, eine Schullaufbahnentscheidung zu treffen. Im 5. Grundschuljahr werden außerdem bereits Inhalte des gymnasialen Lehrplans gelehrt. Die SPD lehnt mit ihrer Haltung einen wichtigen Baustein für eine gerechtere Bildungspolitik ab. In Bezug auf die Gemeinschaftsschule erwarten wir nun eine höhere Kompromissbereitschaft, um wenigstens dort die Weichen für ein längeres, gemeinsames Lernen stellen zu können. Das sind ohnehin zentrale Themen des SPD-Wahlprogrammes. Wir werden in den kommenden Wochen sehen, inwieweit die SPD bereit ist, ihr eigenes Wahlprogramm auch umzusetzen. In dieser bedeutenden Frage, in der es um die Zukunft unserer Kinder geht, müssen alle Fraktionen gemeinsam an einem Strang ziehen.“