Am achtzehnten September pilgerten wir mit Fahnen, Plakaten und T-Shirts bepackt aus dem ganzen Saarland in Richtung Perl. Und während die Sonne vom Himmel strahlte widmeten wir uns einer anderen Art von Verstrahlung: Dem Atomkraftwerk Cattenom, das, unweit der saarländischen Grenze gelegen, immer wieder durch beunruhigende Störfälle von sich reden macht.

Gemeinsam mit einem breiten Bündnis gegen Atomkraft machten wir unserem Ärger darüber Luft und demonstrierten für die Schließung des maroden Reaktors.
Im sogenannten Drei-Länder-Eck an der Schengener Brücke trafen sich Deutsche, Franzosen und Luxemburger um zusammen ein Zeichen gegen Atomkraft zu setzen. Das Programm war dementsprechend vielfältig. Zwischen den Reden wurde musikalische Untermalung geboten und den Rednern war eine Dolmetscherin zur Seite gestellt, um die Sprachbarrieren zu überwinden.

Auch die Grüne Umweltministerin Simone Peter hielt eine engagierte Rede gegen die Atomkraft und für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dazu legte sie auch noch einmal die Pläne der Landesregierung in diesem Gebiet offen. Auch forderte sie die Bundesregierung nachdrücklich auf, von der Laufzeitverlängerung abzusehen.
Am Rande der Veranstaltung hatten wir außerdem die Möglichkeit, unsere junggrünen Mitstreiter aus Luxemburg kennenzulernen. In einem lockeren Gespräch beschlossen wir, in naher Zukunft vielleicht auch mal eine gemeinsame Aktion in Angriff zu nehmen.

Alles in allem war es also ein wirklich gelungener Tag, mit einer ausdrucksstarken und äußerst friedlichen Demonstration.