Die saarländische Sozialministerin Annegret Kramp–Karrenbauer beabsichtigt, die Gelder der Landesregierung für den Landesjugendring Saar um knapp 20 Prozent zu senken. Damit stehen dem Verband zur Jugendförderung jährlich 25000 Euro weniger zur Verfügung. Bei der Grünen Jugend Saar stoßen diese Pläne auf scharfe Kritik.

„Der Landesjugendring Saar treibt die Kinder – und Jugendarbeit in unserem Land maßgeblich voran. Durch die vielen unterschiedlichen Mitgliedsverbände ist ein breites Interessensspektrum abgedeckt. Dadurch kann der Verband ganz hervorragende Bildungsarbeit leisten und immer wieder verschiedenste Workshops, Lesungen, und vieles mehr, anbieten. Auch gibt der LJR jungen Menschen die Möglichkeit, sich zu sogenannten „Jugendleitern“ ausbilden zu lassen. So werden die sozialen Kompetenzen der Jugendlichen erheblich geschult und sie lernen früh, Verantwortung für eine Gruppe zu übernehmen. Auch im Bereich der kulturellen Bildung ist der Verband nicht mehr wegzudenken. So sind beispielsweise die günstigen Theater Abos für Schüler unter anderem sein Verdienst!“, meint Elisa Schütze, Sprecherin der Grünen Jugend Saar.
Noch vor einem knappen Jahr muss das auch die Sozialministerin Annegret Kramp – Karrenbauer so gesehen haben. Jedenfalls hat ihre Partei einen Koalitionsvertrag unterschrieben, in dem wörtlich steht „Wir wollen ein generationengerechtes Saarland. Dazu gehört für uns auch die Vernetzung und „Verstetigung“ von Projekten der außerschulischen Jugendarbeit sowie die Sicherung der grundsätzlichen Handlungsfähigkeit des Landesjugendrings.“

Der Landesjugendring selbst gibt jedoch an, durch die Kürzungen im Etat stark in der eigenen Handlungsfähigkeit gefährdet zu sein. Sollte die Ministerin also auf den Kürzungen bestehen wäre dies ein klarer Verstoß gegen den Koalitionsvertrag!

„Die CDU hat mit ihrer Zustimmung zur Schuldenbremse selbst zur verzwickten Haushaltslage beigetragen. Dafür jetzt die Jugend bluten zu lassen ist schlichtweg ungerecht. Eigentlich sollte es einen allgemeinen Konsens zur Jugendförderung geben, denn schließlich ist das die Zukunft des Landes. Wer hier Engagement und Gestaltungsfreiheit einzugrenzen versucht, schneidet sich letzten Endes ins eigene Fleisch. Eine Ministerin, die so entschieden gegen das Wohl des Nachwuchs agiert, hat den Titel „sozial“ wohl kaum noch verdient.“, so Schütze abschließend.

Die Grüne Jugend Saar fordert das Ministerium auf, mit mehr Vernunft und weniger Kurzschlusshandlungen an die Einsparmaßnahmen heranzugehen. Jegliche Kürzungen bei den Geldern für den Landesjugendring und andere Bereiche der Kinder-und Jugendarbeit werden von uns ausdrücklich abgelehnt.