Die Grüne Jugend Saar beglückwünscht ihre Mutterpartei zu den frisch veröffentlichten Umfrageergebnissen im Saarland. Die Grünen konnten sich im Vergleich zur Landtagswahl im vergangenen Jahr von 5,9 auf 9 Prozent steigern. Damit sind sie die einzige der drei Regierungsparteien, die einen deutlichen Aufwind erfährt.

Die SPD, so scheint es, steht mit ihrer Kritik an den Grünen und dem Vorwurf des Wahlversprechensbruch auf recht verlorenem Posten. Der Wähler selbst scheint recht zufrieden mit der Regierungsarbeit der Grünen zu sein.

„Die guten Umfrageergebnisse verdanken wir sicher zu großen Teilen der hervorragenden Arbeit unserer beiden grünen Minister. Simone Peter sticht dabei besonders durch ihren konsequenten Einsatz gegen die Atomkraft hervor. Für den Tierschutz hat sie große Fortschritte erzielt, wie die Einführung eines Verbandsklagerechts. Auch ist ein Masterplan für den Ausbau erneuerbarer Energien in Arbeit. Alles in allem also eine Bilanz, die sich sehen lassen kann“, meint Elisa Schütze, Sprecherin der Grünen Jugend Saar. Auch die Arbeit von Bildungsminister Klaus Kessler stößt bei den jungen Grünen auf breite Unterstützung. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Einsatz, den Klaus Kessler für die Schaffung neuer Perspektiven im Bildungsbereich bringt. Er hat mit Sicherheit keinen leichten Job und muss mit hartem Gegenwind von allen Seiten zurechtkommen. Dennoch knickt er nicht ein und verfolgt die im Koalitionsvertrag vereinbarte, grüne Linie. Das zeugt von Charakterstärke und verdient Anerkennung. Seine bereits erreichten Ziele, wie die Abschaffung der Studiengebühren und die Einführung eines Kooperationsjahres zwischen Grundschule und Kindergarten in Form eines Pilotprojekts sind große Erfolge für die grüne Bildungspolitik, von denen bereits viele profitieren. Wir sind zuversichtlich, dass sich auch das große Projekt der Gemeinschaftsschule in die Tat umsetzen lässt und werden den Minister dabei unterstützen.“

Bei allem Lob sollte jedoch nicht unbeachtet bleiben, dass in der Jamaika Koalition in der Vergangenheit sicher nicht alles reibungslos verlaufen ist. Insbesondere die FDP ist immer wieder unangenehm aufgefallen, weil sie den im Koalitionsvertrag vereinbarten Kurs öffentlich nicht mehr mitgetragen hat. „In solchen Situationen wünschen wir uns von der grünen Landtagsfraktion mehr Konsequenz und Härte. Es kann nicht sein, dass CDU und FDP öffentlich Stimmung gegen gemeinsam festgelegte Projekte, wie dem fünften Grundschuljahr machen. Wir sehen nicht ein, warum dieses Fehlverhalten geduldet werden sollte. Hier ist es Aufgabe der Grünen, auf den Koalitionsvertrag hinzuweisen
und auf dessen strenge Einhaltung zu bestehen. Wenn CDU und FDP im Nachhinein ihre Eingeständnisse an die Grünen bereuen, so tut uns das sehr leid für sie, aber Vertrag ist Vertrag und an den haben sie sich zu halten!“erklärt Schütze abschließend.