Die Grüne Jugend Saar kritisiert den Saarlouiser Oberbürgermeister Roland Henz für dessen Vorschlag, die Sperrstunde für Kneipen im Saarland wieder einzuführen. Aktuell müssen die Kneipen im Saarland lediglich für eine „Putzstunde“ von fünf bis sechs Uhr geschlossen werden. Henz hingegen fordert eine Sperrstunde deutlich vor fünf Uhr.

„Die Wiedereinführung einer Sperrstunde ist absolut sinnfrei und bestraft die Mehrheit der friedlichen Kneipenbesucher. Das Ausgehverhalten junger Menschen hat sich deutlich verändert und zeitlich nach hinten verlagert. Junge Leute gehen meist erst gegen 23:00 Uhr oder noch später weg. Viele Wirte machen daher den Großteil ihres Umsatzes in den späteren Abendstunden. Eine Sperrstunde ist somit kontraproduktiv und zerstört über kurz oder lang die Kneipenkultur im Saarland.“, so Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar.

„Eine Sperrstunde verlagert die Unruhen und den Alkoholkonsum nur von den Kneipenvierteln in Parks, Fußgängerzonen und auf anderen öffentlichen Plätzen. Wer sich mutwillig betrinken will, schafft das auch vor der Sperrstunde. Eine solche Reglementierung löst sicherlich nicht die Probleme in den einzelnen Innenstädten. Zielführender ist es, bestehende Regelungen des Jugendschutzes konsequent anzuwenden. Die Forderungen von Roland Henz gehen jedoch völlig an der Realität vorbei.“

Die saarländische Landesregierung hat zudem erst kürzlich das saarländische Nachtleben durch neue Nachtbusse attraktiver gestaltet.