Die Grüne Jugend Saar und CampusGrün Saar unterstützen die Initiative der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Saar-Uni zur Einführung eines neuen Diploms in der Betriebswirtschaftslehre (BWL) neben den Bachelor-/Masterstudiengängen und fordern eine generelle Debatte über dringende Korrekturen der Bologna-Reform.

„Es ist dringend notwendig, die Umsetzung der Bologna-Reform zu korrigieren. Mit der Einführung eines neuen Diplom-Studiengangs in der BWL gehen wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung“, so Patrick Schuster, Mitglied von CampusGrün.

Bei einer Unterschriftenaktion der Fachschaft BWL haben innerhalb weniger Tage mehr als die Hälfte aller BWL-Studierenden unterschrieben. Daran sehe man, dass es in diesem Fach einen großen Bedarf für einen einheitlichen fünfjährigen Studiengang gebe.

Dieser sei wichtig, weil die jetzigen Bachelor-Absolventen ungewisse Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Auch weitere Punkte des Konzepts, wie die Lockerung der Lernfortschrittskontrolle und eine verbesserte Flexibilität seien aus Studierendensicht sehr zu begrüßen.

„Die Grüne Jugend Saar begrüßt und unterstützt den Einsatz der Studierenden für die Einführung des BWL–Diploms“, ergänzt Elisa Schütze, Sprecherin der Grünen Jugend Saar. „Ein erfolgreiches Durchsetzen dieser Forderung würde in vielerlei Hinsicht wegweisend wirken. So könnte sich das neue Konzept als der optimale Mittelweg zwischen dem Bachelor-/Master-System und dem alten Diplom herausstellen. Langfristig wollen wir uns dafür einsetzen, dass diese Anregungen auch ihren Weg in andere Studiengänge finden und so studieren wieder facettenreicher, flexibler und irgendwie ‚studentischer‘ wird.“

Der Vorstoß des Universitätspräsidenten Volker Linneweber deutlich mehr Masterplätze einzuführen, sei grundsätzlich zu begrüßen. Dadurch könne aber nicht sichergestellt werden, dass jeder Bachelor-Absolvent einen Masterplatz bekommt. Je nachdem, wie viele Absolventen anderer Hochschulen sich bewerben, könnten die Plätze für die eigenen Absolventen nicht ausreichen. „Wir hoffen aber, dass dadurch dem größten Teil der jetzigen Bachelor-Studierenden geholfen werden kann“, so Patrick Schuster abschließend.