Die Ankündigung des SPD-Landesvorstands, gegen die Einführung der Gemeinschaftsschule stimmen zu wollen, stößt bei der Grünen Jugend Saar auf harte Kritik.

Dazu Elisa Schütze, Sprecherin der Grünen Jugend Saar: „Die Ablehnung der Bildungsreform durch die SPD ist für uns unverständlich, das Verhalten erscheint unreif und peinlich. Die Fraktion verhindert damit weitreichende positive Veränderungen einer Bildungspolitik, welche die SPD selbst stets scharf kritisiert hat. Dabei vermissen wir eine echte, nachvollziehbare Begründung von Seiten des Landesvorstands. Das Pochen auf Verkleinerung der Klassengrößen ist populistisch und bei der derzeitigen Haushaltslage des Saarlandes einfach nicht umsetzbar. Dass die SPD sich so verzweifelt an dieses Argument klammert, zeigt, dass es ihr nie wirklich darum ging hier Verbesserungen zu erzielen. Diese und weitere Punkte, wie der fadenscheinige Vorwurf zu unkonkreter Planung seitens des Bildungsministeriums bestärken den Eindruck, dass hier verzweifelt nach Gründen gesucht wird, den Grünen die Tour zu vermasseln. Dafür opfert die SPD auch gern ureigene Ziele und Ideale. Ihre Glaubwürdigkeit hat die Partei damit ein für alle Mal verspielt. Es ist traurig, dass persönliche Enttäuschungen stärker wiegen als der Wunsch nach Verbesserung der Lehrsituation für alle Beteiligten. Ein solches Gebaren lässt jegliches Verantwortungsgefühl für die Zukunft des Saarlandes vermissen.

Zu Beginn der Jamaikakoalition warf die SPD Hubert Ulrich vor, „Sandkasten“ im Landtag zu spielen. Eineinhalb Jahre später zeigt die SPD dann, wer die wahren Herren des Sandkastens sind.“

Die Grüne Jugend Saar steht nach wie vor hinter den Plänen der Landesregierung und wird sich zukünftig weiterhin für die Bildungsreform stark machen, in der Hoffnung, die Stimme der Vernunft werde die SPD eines Tages auch erreichen.