Nachdem die Fraktionen von FDP und CDU nun bekannt gaben, in den Verhandlungen um die Gemeinschaftsschule nicht weiter auf die Linkspartei zugehen zu wollen, fordert die Grüne Jugend Saar die Landtagsfraktion der Grünen auf, ihre Koalitionspartner mit mehr Nachdruck an die Umsetzung des Koalitionsvertrages zu binden.

„Eines der herausragenden Projekte, die sich die Jamaikakoalition auf die Fahne geschrieben hat, ist die grüne Bildungsreform. In den Sondierungsgesprächen haben sowohl FDP, als auch CDU der Reform zugestimmt, und sich später im Koalitionsvertrag zur Umsetzung verpflichtet. Schon als die Linke ihre Bereitschaft zu Verhandlungen signalisierte kamen jedoch von Seiten der CDU Einwände über die Ernsthaftigkeit dieses Angebots. Die heutige Erklärung, sich nicht weiter auf die Linkspartei zubewegen zu wollen, lässt ideologisch begründetes  Verhalten vermuten.“, so Elisa Schütze, Sprecherin der Grünen Jugend Saar.

In den Fraktionen von CDU und FDP ist die Zustimmung für die Bildungsreform von Anfang an sehr gering gewesen. Jetzt wittern beide Parteien scheinbar die Gelegenheit, die unbeliebte Reform gegen die Wand fahren zu lassen, ohne selbst als Schuldige angeprangert zu werden. Die Linkspartei wird so zum Retter von CDU und FDP.

„Wir fordern die grüne Landtagsfraktion auf, hier einen schärferen Ton anzuschlagen und sich für weitere Annäherungen an die Linke stark zu machen. Es kann nicht sein, dass der Koalitionsvertrag einfach übergangen wird und sich CDU und FDP der Verantwortung entziehen. Die Fraktion ist es der grünen Basis schuldig, ihr möglichstes zu tun, um für ein Gelingen der Reform zu kämpfen. So war  doch die Aussicht auf Umsetzung der Bildungsreform eines der Hauptargumente für die Jamaikakoalition und ein besänftigender Faktor für Jamaikakritiker“, so Schütze abschließend.