Am Wochenende gelang es 20.000 AntifaschistInnen in Dresden den größten Naziaufmarsch Europas zu verhindern. Auch der politische Nachwuchs aus dem Saarland war bei den Blockaden vertreten. Mit zwei Kleinbussen reisten Vertreter von Grüner Jugend Saar und Jusos Saar am Freitagabend in Dresden an, um gemeinsam ein Zeichen gegen Nazis zu setzen.

Elisa Schütze, Sprecherin der Grünen Jugend Saar und Sebastian Thul, Vorsitzender der saarländischen JungsozialistInnen erklären dazu: „Alle Jahre wieder nutzen die Nazis die Bombardierung Dresdens im zweiten Weltkrieg aus, um Deutschland zum wahren Opfer des Krieges zu erklären. Diese Geschichtsverdrehung kann von uns nicht hingenommen werden. Es ist wichtig, dass Deutschland gemeinschaftlich ein Zeichen gegen Faschismus setzt und damit zeigt, dass solches Gedankengut in unserem Land nichts verloren hat. Aus diesem Grund sind wir aus dem Saarland angereist, um unsere Mitstreiter aus Dresden zu unterstützen und Europas größten Naziaufmarsch zu verhindern.
Wir freuen uns, dass die größtenteils friedliche Blockade erfolgreich war und es dem breiten Bündnis um „Dresden nazifrei“ erneut gelungen ist, die Nazis unverrichteter Dinge nach Hause zu schicken.
Das Vorgehen der Polizei stößt bei uns dagegen auf Unverständnis und scharfe Kritik. Der Einsatz von Wasserwerfern bei Minus-Graden und Schneefall ist unverantwortlich und nicht zu rechtfertigen. Auch der Einsatz von Pfefferspray scheint mehr willkürlich und präventiv vorgenommen worden zu sein, als aus einer wirklichen Bedrohung heraus. Ein solches Handeln lässt politisch motiviertes Verhalten vermuten und kann nicht geduldet werden. Ebenso kritisieren wir die Durchsuchung des Bürogebäudes von „Dresden nazifrei“. Diese ist keineswegs gerechtfertigt und deutet darauf hin, dass hier fieberhaft versucht wird, das linke Zentrum zu demontieren und zu schädigen. Wir solidarisieren uns mit dem Bündnis und verurteilen das Vorgehen von LKA und Innenministerium in Sachsen.“

Beide Jugendorganisationen engagieren sich bereits langjährig im Netzwerk für Demokratie und Courage e.V, um nachhaltig faschistisches Gedankengut aus Deutschland zu verbannen.