Die Grüne Jugend Saar hat das Gesetz der Bundesregierung zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid (CO2), welches am heutigen Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden soll, heftig kritisiert. CCS leistet keinen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und verschlingt Gelder, die für den Ausbau erneuerbarer Energien benötigt werden. Einem Antrag der Grünen Jugend gegen die Nutzung von CCS wurde auf einem Landesparteirat von Bündnis 90/Die Grünen Saar in der Vergangenheit bereits mit großer Mehrheit zugestimmt. Es müsse nun darum gehen, diese Position in der Landesregierung umzusetzen und mit begründeten Bedenken gemäß der Länderklausel einen Einsatz von CCS im Saarland zu verhindern. Hierzu erklärt Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

„Der Vorgang der CO2-Abscheidung senkt den sowieso schon schlechten Wirkungsrad von Kohlekraftwerken weiter ab. Die Abscheidung von CO2 in einem Kraftwerk ist sehr energieintensiv und noch mehr Kohle muss für die Bereitstellung der dafür notwendigen Energie verbrannt werden. Es würde also für die gleiche Menge an Strom mehr CO2 emittiert werden und durch den höheren Rohstoffverbrauch steigen natürlich auch wieder die Strompreise. Das ausgestoßene CO2 müsste aufwändig gelagert werden, was wiederum Geld kostet. Die Lagerung von CO2 ist zudem weitestgehend unerforscht, bietet somit also noch viele unwägbare Risiken. CCS ist alleinig ein Vorwand der Energieindustrie, um weiter klimaschädliche Kohlekraftwerke zu bauen. Die Lagerung von CO2 ist ökologischer Unsinn und zeigt nur umso deutlicher die verfehlte Energiepolitik der schwarz-gelben Bundesregierung. Anstatt für solche Unsinnsprojekte Geld zu verschwenden, müssen wir vermehrt in erneuerbare Energien und Energieeffizienz investieren.“