An diesem Samstag traf sich die Grüne Jugend Saar in Homburg zur ordentlichen Landesmitgliederversammlung. Dabei sprachen sich die jungen Grünen unter anderem für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens aus. Zu diesem Thema referierte ein Vertreter von Attac und stellte dabei der Versammlung verschiedene Modelle für die konkrete Umsetzung vor.

Elisa Schütze, Sprecherin der Grünen Jugend Saar, erklärt dazu: „ Wir sehen die dringende Notwendigkeit, langfristig ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. Es garantiert Raum zur Selbstverwirklichung, schafft Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit, sorgt für eine Humanisierung des Arbeitsmarktes und nimmt der Leistungsgesellschaft im Allgemeinen ein wenig das Tempo. Derzeit ist die Idee des Grundeinkommens leider noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wir möchten uns aber zukünftig verstärkt mit diesem Thema auseinander setzen und dazu beitragen, dass sich keiner mehr der Auseinandersetzung mit dem Grundeinkommen entziehen kann. Aus diesem Grund werden wir unseren Antrag auch auf dem nächsten Landesparteitag der Saar- Grünen einbringen, mit der Aufforderung, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die sich intensiv mit dem Thema auseinander setzen, und eine eigene Positionierung ausarbeiten soll.“

In einem zweiten Leitantrag sprach sich die Grüne Jugend Saar für die Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten und langfristige Legalisierung von Cannabis aus. Unter dem Titel „Gebt das Hanf frei“ fordert der Antrag unter anderem die Straffreiheit des Cannabis-Anbaus für den Eigenbedarf, die Zulassung von Hanf als Medizin, die Entkriminalisierung des Cannabisbesitzes und Konsums bundeseinheitlich bis zu 30 Gramm, sowie langfristig die kontrollierte Legalisierung von Cannabis und dessen Verkauf in Apotheken oder Drogenfachgeschäften mit qualifizierter Beratung.

„Wer hierzulande Cannabis konsumiert wird oftmals mit starken Vorurteilen konfrontiert und gilt im Rahmen des Gesetzes als kriminell. Dabei ist wissenschaftlich bewiesen, dass der Konsum von Cannabis sich nicht gesundheitsschädlicher auswirkt als Alkohol. Die Verurteilung des Einen und Erlaubnis des Anderen ist also vollkommen willkürlich und für uns nicht nachvollziehbar. Durch die Kriminalisierung des Cannabiskonsums wird der Handel in den Untergrund verlagert, wodurch dem Staat jegliche Kontrolle über Sauberkeit und Herkunft des Stoffs genommen wird. Wird der Verkauf jedoch in Apotheken oder Drogenfachgeschäfte verlagert kann der Staat Qualitätsstandards festsetzen und so für ein Maximum an Schutz für den Konsumenten sorgen. Anstatt Cannabis also weiterhin zu kriminalisieren sollte der Staat sein Augenmerk auf Aufklärung und Prävention legen.“, so Schütze.

Auch diesen Antrag wollen die jungen Grünen auf dem nächsten Landesparteitag der Saar-Grünen einbringen.