Die Grüne Jugend Saar begrüßt die aktuelle Debatte um die Kooperation zwischen den Flughäfen Ensheim und Zweibrücken. Bereits im Jahr 2009 hatte die grüne Jugendorganisation auf die massive Steuergeldverschwendung in Ensheim hingewiesen und in einem Positionspapier einen Investitionsstopp gefordert. Ein entsprechender Antrag konnte sich auf dem Landesparteirat von Bündnis 90/Die Grünen jedoch nicht durchsetzen und wurde in die Landesarbeitsgemeinschaft Verkehr verwiesen. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

„Endlich kommt wieder Bewegung in die Diskussion um die Flughäfen in unserer Region. Wir brauchen eine koordinierte Flughafenplanung, die sich am tatsächlichen Bedarf der Region orientiert. Ein Subventionswettrüsten auf dem Rücken der Steuerzahler, wie wir es in den vergangenen Jahren bei den Flughäfen Saarbrücken und Zweibrücken erlebt haben, ist nicht mehr hinnehmbar und auch ökologisch absoluter Unsinn. Jährlich fließen Millionen Landesmittel in den Flughafen Ensheim. Angesichts der klammen Haushaltslage im Saarland können wir uns den Weiterbetrieb des defizitären Flughafens zu den aktuellen Konditionen nicht mehr erlauben. Daher darf auch eine Stilllegung eines oder sogar beider Standorte kein Tabu sein. Beide Flughäfen zusammen können niemals mit Gewinn betrieben werden. Für uns ist klar, dass ein Regionalflughafen nicht dauerhaft vom Steuerzahler abhängig sein kann. Wir fordern die Landesregierung auf, die Chance für eine neue Flughafenpolitik zu ergreifen.“