Die Grüne Jugend Saar hat Widerstand gegen den Castor-Transport, der in den kommenden Tagen durch das Saarland rollt, angekündigt. Die Jugendorganisation wird ihren Protest in einer Mahnwache in der Nähe des Saarbrücker Bahnhofes konzentrieren. Der Protest findet Freitag ab 10 Uhr statt. Aufgrund der unsichereren Faktenlage ist man jedoch auch flexibel und werde somit kurzfristig auf den Streckenplan des Castors reagieren. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

„Der aktuelle Castor-Transport nach Gorleben ist illegal. Trotz unklarer Strahlenschutzwerte in Gorleben und massiven Protesten der Bevölkerung wird dort neuer Atommüll eingelagert. Bereits im August wurden am Zaun des Zwischenlagers Gorleben bedenkliche Werte gemessen, die einen Einlagerungsstopp erfordern. Die Überschreitung der maximal zulässigen Strahlenbelastung von 0,3 Millisievert droht auch bereits ohne die Einlagerung der 11 neuen Castor-Behälter. Ab einer Dosis von 0,27 Millisievert dürfen keine weiteren Behälter eingelagert werden. Wir fordern daher, dass es keinen weiteren Castor-Transport nach Gorleben gibt. Der Standort ist absolut ungeeignet und wir brauchen neue Alternativen zur Zwischenlagerung. Jeder neue Transport verstößt gegen den Einlagerungsstopp und muss verhindert werden. Wir werden unseren Anti-Atomprotest zum Castor-Transport durch das Saarland wieder verstärken. Unser Protest wird auch nach dem „Atomkompromiss“ erst enden, wenn auch das letzte AKW stillgelegt wurde. Solange werden wir weiter gegen die Atomlobby mobilisieren. Wir rufen alle AtomenergiegegnerInnen auf, an der Mahnwache teilzunehmen.“