Grüne Jugend fordert verstärkte interkommunale Zusammenarbeit – Die Energiekosten der Kommunen werden in den kommenden Jahren weiter dramatisch steigen, sofern nicht konsequent nachhaltig investiert wird. Dabei geht es nicht nur um Umweltschutz, sondern auch um die Rohstoffsicherung zukünftiger Generationen. “ Wir als Grüne Jugend fordern hier konsequentes Handeln, gerade auch auf kommunaler Ebene. Denn 20 Jahre nach der ersten Weltumweltkonferenz in Rio 1992 gilt mehr denn je das Motto: Global denken – Lokal Handeln. Die Bürgermeister dürfen sich hier nicht wegducken, sondern müssen Verantwortung übernehmen und sich an die Spitze der Bewegung stellen. Zudem sind die erforderlichen Zukunftsinvestitionen in den Klimaschutz gering im Vergleich zu den Reparaturkosten der Globalen Umweltschäden“, meint Andreas Hemmerling, finanzpolitischer Sprecher der Grünen Jugend Saar.

Der Verweis auf eine schlechte Haushaltslage der Kommunen ist eine billige Ausrede der Bürgermeister, die ihre klimapolitischen Hausaufgaben nicht machen wollen. Denn Umweltministerin Dr. Simone Peter fördert Investitionen in den Klimaschutz im Rahmen von „Klima Plus Saar“ und Innenminister Stephan Toscani hat eine Lockerung der Haushaltssperre für rentierliche Investitionen zugesagt. Außerdem fördert das Innenministerium interkommunale Zusam-menarbeit der Kommunen.

Für Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar, gibt es nur eine logische Zukunftsperspektive: “ Die Bürgermeister müssen ihr wahltaktisches Kirchturmdenken endlich aufgeben und als Verwaltungschefs ihre Hausaufgaben bei den Zukunftsthemen machen. Dazu gehört auch interkommunale Zusammenarbeit gerade bei Klimaschutz und erneuerbaren Energien. “ Und er kündigt an: „Die Zukunftsthemen werden wir als Grüne Jugend bei den Wahlen in den Fokus unserer Wahlprüfsteine stellen. Auch bei Kommunal- und Bürgermeisterwahlen.“ In diesem Zusammenhang erinnert Comtesse an eine Kampagne des Deutschen Städte- und Gemeindetages unter dem Motto „Klimaschutz beginnt in den Gemeinden“ und ergänzt: „Offensichtlich ist dieses Motto an den meisten Bürgermeistern im Lande vorbeigegangen. Ich habe den Eindruck, wir müssen den Bürgermeistern als Grüne Jugend Beine machen.“