Die Grüne Jugend Saar kritisiert die Saar-CDU für das Ende der Jamaika-Koalition. Bereits vor der Koalitionsentscheidung im Jahre 2009 hatte die Grüne Jugend Saar auf die instabilen Verhältnisse in einem Jamaika-Bündnis aufmerksam gemacht. Durch die heutige Aufkündigung der Koalition fühlt sich die Jugendorganisation in ihren Befürchtungen bestätigt. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

„Die saarländische FDP hat sich nicht als der stabile Partner erwiesen, der uns in den Koalitionsverhandlungen angepriesen wurde. Geringe inhaltliche Schnittmengen führten wie befürchtet zwangsläufig zu innerparteilichen Querelen und Personaldiskussionen seitens der FDP. Trotzdem tragen die saarländische CDU und Minsterpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die Hauptverantwortung für das Scheitern des Jamaika-Bündnisses. In einem beispiellosen Alleingang stellt die Saar-CDU parteitaktische Interessen vor das Wohl des Saarlandes. Durch die Aufkündigung der Koalition rettet sich die saarländische CDU aus der politischen Verantwortung und aus einer unbeliebten Koalition. Angesichts der gravierenden Probleme im Saarland sind unklare politische Verhältnisse nicht tragbar. Die inhaltliche Arbeit der Ministerien wird durch die Entlassung der Minister gestoppt. Diesen Leerlauf kann sich das Saarland nicht erlauben. Konsequenterweise muss Minsterpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer abdanken und mit Hilfe der anderen Parteien den Weg für Neuwahlen freimachen. Nur so kann eine Regierung gebildet werden, die einen größtmöglichen Rückhalt in der Bevölkerung aufweist.“