Angesichts der Diskussion um das Acta-Abkommen hat die Grüne Jugend Saar eine breite Diskussion über alternative Modelle für eine gerechte Entlohnung von Urhebern gefordert. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

„Acta ist ein undemokratisches Geheimabkommen und eine Gefahr für elementare Bürgerrechte. Darüberhinaus zeigt das Abkommen aber auch keine alternativen Lösungsansätze für die Problematik zwischen Urheberrechten und Internet auf. Angesichts der Tatsache, dass der freie Datenstrom im Internet kaum zu kontrollieren ist, muss das Urheberrecht dringend modernisiert werden. Wir wollen hierfür alternative Konzepte wie die sogenannte Kultur-Flatrate für geistiges Eigentum diskutieren. Das Urheberrecht muss sich dem technischen Fortschritt anpassen. Zukünftig sollen BürgerInnen freien und legalen Zugang zu allen kulturellen Gütern im Netz haben. Möglich wird dies durch einen Pauschalbetrag, der verpflichtend und sozial verträglich gezahlt werden muss. Wenn man bedenkt, wieviele Lieder heute illegal und ohne Profit für die Künstler gedownloaded werden, wird deutlich, dass ein solches Konzept zu einer gerechteren Entlohnung führen könnte. Die genaue Ausführung dieses Konzeptes wird von uns in einer Arbeitsgemeinschaft erarbeitet werden. Aktuell ist besonders der Verteilungsmodus der Gelder und die internationalen Bedeutung dieses Konzeptes noch nicht spruchreif. Wir halten die Einführung einer Kulturflat aber langfristig für sinnvoll und wollen daher dieses Konzept als alternativen Lösungsansatz ins Gespräch bringen.“