Die Grüne Jugend Saar kritisiert Angela Merkels Unterstützung für Nicolas Sarkozy im bevorstehenden französischen Präsidentschaftswahlkampf scharf. Die jungen Grünen fordern die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer dazu auf, sich in dieser Sache von ihrer Parteivorsitzenden zu distanzieren. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

„Im Hinblick auf das AKW Cattenom ist es das völlig falsche Signal, wenn Angela Merkel plötzlich Wahlkampf für einen Atomfanatiker wie Nikolas Sarkozy macht. Im Saarland hat sich auch die CDU für die Stilllegung des Atommeilers ausgesprochen. Hierfür braucht es aber auch einen echten Politikwechsel, der mit Nicolas Sarkozy nicht gelingen kann. Sarkozy steht wie kein Zweiter für die Atomlobby und unter ihm wird es keine zeitnahe Abschaltung des AKW Cattenom geben. Frankreichs Staatspräsident stemmt sich sogar gegen die Stilllegung des Uralt-AKW Fessenheim, das am Rhein im Elsass in einer Erdbebenzone liegt und bereits 34 Jahre läuft. Wir fordern daher Annegret Kramp-Karrenbauer auf, sich in dieser Sache von der Kanzlerin zu distanzieren und eine neue Energiepolitik für Frankreich zu fordern. Wenn Frau Merkel Wahlkampf für Sarkozy macht, so wird sie mitverantwortlich für zukünftige französische Störfälle und duldet damit auch direkt die Pannenreaktoren in Cattenom und Fessenheim. Wenn Annegret Kramp-Karrenbauer dies ohne Widerworte hinnimmt, so sind ihre bisherigen Bemühungen zur Abschaltung des AKW Cattenom nicht ernst zu nehmen.“