Die Grüne Jugend Saar kritisiert die Ankündigung der CDU-Saar, sich nach der Wahl für eine Weiterentwicklung des Jagdgesetzes einsetzen zu wollen. Man sei bereit, mit Jägern und Naturschützern zusammenzuarbeiten, und naturschutzrechtliche Aspekte seien von den Jägern schon immer sehr ernst genommen worden, so die CDU Saar. Dazu erklärt die Sprecherin der Grünen Jugend Saar, Lisa Becker:

„ Dass die CDU nun plötzlich Gefallen am Naturschutz gefunden hat, erscheint doch mehr als lächerlich. Seit jeher betreibt sie Klientelpolitik für die saarländische Jägerschaft und daran wird sich auch nach der Wahl nichts ändern. Die getroffene Ankündigung dient lediglich der Augenwischerei und soll der CDU noch ein paar zusätzliche Stimmen einbringen.
Gerade erst in der letzten Woche veröffentlichten mehrere saarländische Tierschutzvereine einen Frage-/Antwortkatalog aller Parteien bezüglich des Tierschutzes bzw. Jagdrechtes. Die Äußerungen der CDU deuten darin nicht gerade auf einen Reformwillen hin. Stattdessen erklärte sie mehrmals, dass sich das Jagdrecht in der bisherigen Form bewährt habe und eine Novellierung nicht nötig sei. Sie sieht darin beispielsweise auch kein Bedürfnis, das umstrittene Abschussrecht für Haustiere abzuschaffen.

Wir brauchen dringend ein weiterführendes Konzept, welches die Interessen am Tier- und Umweltschutz mit den Interessen der Jäger in Einklang bringt. Angesichts der bevorstehenden großen Koalition und den bisherigen Bemühungen der saarländischen CDU erwarten wir jedoch nichts Gutes. Es braucht daher starke Grüne im saarländischen Landtag, um auch in diesem Bereich eine zukunftsfähige und umweltverträgliche Lösung anzupacken.“