Die Grüne Jugend Saar spricht sich für eine Kennzeichnungspflicht bei Verwendung tierischer Bestandteile in Lebensmitteln aus. Besonders in industriell verarbeiteten Lebensmitteln sind tierische Bestandteile häufig trotz Blick auf die Inhaltsstoffe nicht erkennbar. So befindet sich z.B. tierische Gelatine in manchen Fruchtsäften, Schweineschmalz in Brezeln, Cystein in Backwaren, weitere tierische Bestandteile auch in Chips und vielen anderen Produkten. Aufgrund einer Gesetzeslücke müssen diese Bestandteile meist gar nicht auf der Verpackung deklariert werden.

Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar: „Wir wollen, dass die Verbraucher endlich Klarheit über die tatsächlichen tierischen Bestandteile in den Lebensmitteln bekommen. Es kann nicht sein, dass sich diejenigen Verbraucher, die sich vegetarisch, vegan oder auch nur ausgewogener ernähren wollen, dies nur nach einer längeren Internetrecherche über die jeweiligen Inhaltsstoffe tun können. Allein aus Gründen der Transparenz ist es notwendig, die Nahrungsmittelproduzenten dahingehend zu verpflichten, ihre Lebensmittel nach tierischen Bestandteilen verbindlich zu kennzeichnen. Lebensmittel mit tierischen Bestandteilen müssen klar erkennbar sein.“

Die Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen hat zur Problematik am Wochenende einen Antrag verabschiedet. Darin fordern die Delegierten die Einführung einer verpflichtenden dreistufige Kennzeichnung: nicht vegetarisch, vegetarisch und vegan.