Das Saarland wird sich bei der Abstimmung über die völlige Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe im Bundesrat enthalten. Auf diese Ankündigung der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) reagiert die Grüne Jugend mit Unverständnis. Die CDU sei nach wie vor Lichtjahre von der gesellschaftlichen Realität entfernt. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher Grüne Jugend Saar:

„Die Landesregierung und hier besonders die CDU zeigt mit der Enthaltung in diesem Thema einmal mehr, dass sie sich nach wie vor völlig der heutigen gesellschaftlichen Realität verweigert. Immer noch ist es gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nicht möglich, die Ehe einzugehen. Dadurch haben Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität Nachteile, vor allem im Steuer- und Adoptivrecht. Wir fordern ein schnellstmögliches Ende dieser Diskriminierung und eine völlige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare, denn gleiche Liebe verdient gleichen Respekt, gleiche Pflichten und gleiche Rechte. Es gibt keine haltbaren Gründe, warum der Staat Liebe zwischen zwei Menschen je nach sexueller Identität kategorisieren soll. Lesben und Schwulen auf Dauer nur auf das familienrechtliche Institut der Eingetragenen Lebenspartnerschaft zu verweisen, vermittelt das Bild, dass es sich um Lebensgemeinschaften minderwertigeren Rechts handelt. Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet schon längst die völlige Gleichstellung. Auch die CDU muss die gesellschaftliche Realität endlich akzeptieren.“