Die Ertragslage der saarländischen Spielbanken hat sich erstmals seit Jahren verbessert, dies vermelden die Spielbankdirektoren Jacoby (CDU) und Burkert (SPD). Die Grüne Jugend Saar hat die steigenden Gewinne bei den saarländischen Spielbanken kritisch bewertet. Das neue Spielhallengesetz der Landesregierung führe lediglich zu einer Verlagerung der Problematik Spielsucht auf die Spielbanken. Daher dürfe man diese Zahlen auch nicht als Erfolg werten. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher Grüne Jugend Saar:

„Die Steigerung der Ertragslage bei den Spielbanken ist kein Erfolg, sondern zeigt lediglich auf, dass sich die Suchtproblematik im Saarland wieder vermehrt auf die Spielbanken konzentriert. Für die staatlichen Spielbanken und Automaten gelten die Regulierungen aus dem Spielhallengesetz nicht. Im saarländischen Spielbankgesetz und in der saarländischen Spielbankordnung zur Regulierung der staatlichen Spielbanken finden sich weder eine Begrenzung der Anzahl der Automaten für eine bestimmte Fläche oder pro Spielbank noch Vorschriften zur Beschränkung des Suchtpotentials des Automatenspiels wie eine Mindestspieldauer, Höchsteinsätze, Höchstgewinn- und Verlustmöglichkeiten oder Wartezeiten zwischen den Spielen. Dieser Zustand ist aus suchtpolitischer Hinsicht nicht zu rechtfertigen. Das Suchtpotential von Automaten in staatlichen Spielbanken ist aufgrund der mangelnden Regulierung noch höher als von Automaten in privaten Spielhallen. Auch in den Spielbanken muss die Suchtproblematik endlich bekämpft werden. Wir fordern daher endlich eine rechtliche Gleichstellung mit den Spielhallen, die man ja in der Vergangenheit zurecht ausgiebig bekämpft hat.“