Die Grüne Jugend Saar hat die Blockadehaltung der Bundesregierung in Bezug auf niedrigere CO2-Grenzwerte für PKW scharf kritisiert. Besonders Umweltminister Altmaier (CDU) verspiele mit seiner Blockadehaltung jegliche Glaubwürdigkeit beim Klimaschutz. Nach Meinung der jungen Grünen sind ambitionierte Grenzwerte dringend notwendig. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

„Bundesumweltminister Altmaier muss endlich auch bei der Autoindustrie für einen konsequenten Klimaschutz eintreten, alles andere ist unglaubwürdig. Durch dieses Verhalten verspielt Altmaier Deutschlands Vorreiterrolle beim Klimaschutz. Wir brauchen konsequenten Klimaschutz statt Aufweichung der Ziele durch Lobbypolitik und aufgrund kurzfristiger Profitinteressen. Schon länger versucht die Bundesregierung, niedrigere CO2-Emissionen für PKW zu verhindern, die vor allem deutsche Hersteller schwerer Luxuslimousinen, wie Daimler und BMW, nicht einhalten wollen. Während selbst VW dem EU-Kompromiss bereits zugestimmt hatte, blockieren Daimler und BMW mit Hilfe der Bundesregierung bisher erfolgreich die Einigung für strengere CO2-Grenzwerte. Ambitionierte Grenzwerte sind jedoch nicht nur ein Beitrag des Verkehrssektor zum Klimaschutz, sondern auch eine Chance für den Wirtschafts- und Automobilstandort Deutschland. Innovativ ist, wer den Verbrauch senkt und neue – vom Erdöl unabhängige – Antriebskonzepte entwickelt. In dieser Hinsicht fährt die deutsche Industrie vielfach der Konkurrenz hinterher. Für die Zukunft der deutschen Automobilindustrie ist es unerlässlich, die vorhandene Kreativität in die echte Verbrauchssenkung und alternative Antriebe zu investieren. Davon profitieren am Ende alle: Das Klima wird geschont, die Autofahrerinnen und Autofahrer an der Zapfsäule entlastet, die Volkswirtschaft spart Milliarden durch vermiedene Erdölimporte und die deutsche Automobilindustrie kann sich Wettbewerbsvorteile in den Märkten von Morgen erarbeiten.“