Anlässlich der Antwort der schwarz-roten Landesregierung rund um die Führungspositionen in der Landesregierung, den Ministerien und Landesverwaltungen, sowie den landeseigen Unternehmen, spricht sich die Grüne Jugend Saar für eine wirkliche Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern aus. Die Frauenfördung in Bereichen, welche die Regierung unmittelbarnbeeinflussen kann, bleibt aus. Diese Scheinheiligkeit der schwarz-roten Koalition, von Gleichberechtung zu sprechen ohne sie selbst umzusetzen, tritt hier offen zutage und darf nicht ignoriert werden.

Festgefahrene Strukturen werden von der großen Koalition im Land gefestigt, statt aufgebrochen. Viel fordern tut die Regierung, aber konkret im eigenen Haus geht sie mit schlechtem Vorbild voraus und demonstriert ein längst überholtes Gesellschafts- und Familienmodell. „Die Qualifikation, nicht das Geschlecht sollte entscheiden und es gibt jede Menge hochqualifizierte Frauen, die eine gerechte Chance verdient haben. Es braucht ehrlich gemeinte Arbeitsmodelle, die es Familien und besonders Frauen ermöglichen Arbeit und Kinder zu vereinbaren“, so Lukas Jochum, genderpolischer Sprecher der Grünen Jugend Saar.Die Veröffentlichung der Zahlen beweist Schwarz auf Weiß, wie wenig ernst die Landeregierung die Gleichstellung nimmt:
Von 186 Führungspositionen in der Landesverwaltung liegt der Frauenanteil mit 31 bei gerade einmal 17%.
Auch die Beteuerungen von Frauenminister Andreas Storm, er wollte „Frauen gleiche berufliche Entwicklungschancen bieten“ sind pure Ironie, wenn man bedenkt das in seinem Ministerium – zuständig für Frauen – alle 5 Abteilungen von Männern geleitet werden.