Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie erklären Anna Dorfner, Sprecherin der Grünen Jugend Saar, und Nico Wettmann, Sprecher der Grünen Jugend Saar:

„Nicht nur in Russland gibt es Homophobie und Transphobie. Auch in der Bundesrepublik Deutschland werden Homo- und Transsexuelle immer noch rechtlich und alltäglich diskriminiert. Homosexuelle bleiben trotz der Lippenbekenntnisse der sogenannten Volksparteien im Bundestagswahlkampf, wie der SPD, in vielen Lebensbereichen wie der Adoption oder im Eherecht ausgeschlossen. Die zaghaften Schritte zur Gleichstellung waren nicht den Impulsen von fortschrittlichen Politikern zu verdanken, sondern den Urteilen des Bundesverfassungsgerichts, die eine Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz anmahnten.

Selbst die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, warnt aktuell vor einer ‚neuen Homophobie‘ in Deutschland. Dieser Warnung kann sich die Grüne Jugend Saar nur anschließen. Wir fordern die Landesregierung auf, sich bei Ihren Parteifreunden in Berlin für weitere Schritte zur Gleichstellung durch die Bundesregierung einzusetzen. Desweiteren erwarten wir von der Großen Koalition im Saarländischen Landtag, dass sie Ihren verfassungsgemäßen Pflichten nachkommt und endlich Engagement für unsere trans- und homosexuellen Mitbürgerinnen und Mitbürger erkennen lässt . Gemäß Paragraph 12 der der saarländischen Verfassung darf niemand aufgrund seiner sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden. Als deutliches Signal des guten Willens erwarten wir von der Landesregierung zumindest eine intensivere Unterstützung und Förderung von Aufklärungsprojekten und Beratungsmöglichkeiten sowie eine gezielte Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Jugendhilfe.“