Medienberichten zufolge sinkt der Bier- und Wein-Absatz. Im Gegensatz dazu steigt der Konsum an Amphetaminen, laut einer Studie des Europäischen Zentrums für Drogen und Konsumverhalten werden in Saarbrücken so viele Amphetamine konsumiert wie in keiner anderen deutschen Stadt. Hierzu erklärt Klara Sendelbach, Sprecherin der Grünen Jugend Saar:
„Die Prohibition ist in Sachen Drogenpolitik gescheitert! Die bisherige Regelungen funktionieren nicht, der Konsum kriminalisierter Substanzen steigt weiter an, während der Konsum legaler Drogen wie Alkohol und Tabak über die Jahre sinkt. Es scheint, dass gerade Verbote erst Anreize schaffen. Wir brauchen endlich eine verantwortungsvolle und liberale Drogenpolitik. Hierzu muss die Landesregierung das Saarland zur Modellregion machen, die auf den drei Säulen Prävention, Regulierung und Schadensminderung aufbaut. Nur so können Konsument*innen vor verunreinigten Drogen und den damit verbundenen Risiken geschützt werden!“
Jeanne Dillschneider, ebenfalls Sprecherin der Grünen Jugend Saar ergänzt: “Das Verbot von Drogen nährt nur kriminelle Strukturen, statt die Gesundheit der Menschen zu schützen. Es braucht daher eine selbstbestimmte, aufgeklärte und liberale Drogenpolitik, die die Risiken des Drogenkonsums nicht verschleiert und auf Prävention statt auf Verbote setzt. Hierzu soll in der Modellregion Saarland die Abgabe von Drogen durch lizenzierte Fachgeschäften unter Berücksichtigung des Jugendschutzes erfolgen. Portugal zeigt, dass eine liberale und dem Menschen zugewandte Drogenpolitik besser greift: In dem Land, in dem seit 15 Jahren Besitz und Konsum von Drogen zum Eigengebrauch entkriminalisiert wurden, sank sowohl die Anzahl der Konsument*innen als auch die Anzahl der Drogentoten. So sieht funktionierende Drogenpolitik aus.“