Nach der Veröffentlichung des jüngsten Bildungsfinanzberichts fordert die Grüne Jugend Saar die Landesregierung dazu auf, mehr Geld in Bildung zu investieren und die Lernmittelfreiheit im Saarland einzuführen.

„Zwar sind laut Bildungsfinanzbericht die Ausgaben pro Schüler*in im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, allerdings kann sich die Landesregierung hier kaum für ihre Erfolge feiern: Die Ausgaben sind immer noch zu niedrig und im bundesweiten Vergleich ist das Saarland weiterhin abgehängt“, so Nick Lohmann, Sprecher der Grünen Jugend Saar.

„Die von Bildungsministerin Strichert-Clivot für 2020  angekündigten Investitionen in Schulsozialarbeit sind ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings längst nicht ausreichend um saarländischen Schüler*innen die gleichen Startvorraussetzungen wie Schüler*innen aus dem übrigen Bundesgebiet zu ermöglichen. Zur Angleichung dieser wäre die Durchsetzung der Lernmittelfreiheit im Saarland ein wichtiger Schritt: Diese sieht vor, dass Schüler*innen Lernmaterialien wie Schulbücher und Arbeitsblätter nicht mehr aus eigener Tasche bezahlen müssen, sondern vom Land gestellt bekämmen. Vor allem die Bezahlung für die Druckkosten von letzterem ist für Schüler*innen im Saarland oft nervenaufreibend“, erklärt Lohmann weiter.

Die Lernmittelfreiheit sei in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen schon längst allgemeine Praxis und teilweise sogar in der Verfassung verankert. Vor allem Schüler*innen aus finanzschwachen Elternhäusern würden hier profitieren: Anstatt aufwändige Förderungsformulare zur Erstattung der Lernmaterialien auszufüllen und sie möglicherweise noch in entwürdigender Weise an Schulpersonal auszuhändigen, bekämmen die Schüler*innen die Materialien einfach gestellt. „Allerdings sollte die Lernmittelfreiheit auch für alle anderen Schüler*innen eine Selbstverständlichkeit sein: Im Saarland gilt wie in der ganzen Bundesrepublik das Versprechen von kostenloser Bildung für jede*n. Lasst uns dieses Versprechen endlich in die Tat umsetzen“, so Lohmann abschließend.