„In den letzten elf Jahren bekleideten fünf Personen das Amt der/des Landesschülersprecher/in. Dabei waren vier männlich und nur eine Person weiblich. Diesen Zustand wollen wir nicht weiter hinnehmen, denn hier besteht offensichtlich ein Ungleichgewicht.“, so Santino Klos, Genderpolitischer Sprecher und Landesgeschäftsführer der Grünen Jugend Saar. „Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, eine Änderung des Schulmitbestimmungsgesetz vorzulegen, die beinhaltet, dass es statt dem Amt des*der Landesschülersprecher*in und dessen*deren Stellvertreter*in nun zwei gleichberechtigte Landesschülersprecher*innen gibt. Die beiden Ämter müssen dann verschiedengeschlechtlich besetzt werden.“, so Klos weiter. „Dieses Konzept ist auch für Schülervertretungen der Schulen denkbar, also ein Schulsprecher*innen-Duo, aber auch Klassen- bzw. Kurssprecher*innen-Duos.“

Die schon gewählten Vertretungen sollen von der Regelung unberührt bleiben und erst bei der nächsten Wahl gelten.
Weiterhin gelte eine Wahl mit absoluter Mehrheit. Gibt es für einen Posten also nur eine*n Kandidat*in und diese Person erreiche nicht die nötige Mehrheit, bliebe der Posten vakant. Damit dies nur in absoluten Ausnahmefällen passiert fordert die Grüne Jugend Saar die Landesschülervertretung dazu auf mehr nicht-männliche, v.a. weibliche Personen, einzubringen und auch den Vorstand entsprechend zu besetzen. Denn: Sowohl der letzte, als auch der jetzige, Landesvorstand der Landesschülervertretung bestand ausschließlich aus männlichen Personen.