„Politisch motivierte Straftaten sind im Jahr 2019 im Saarland um mehr als 19% (von 307 auf 366 Delikte) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Darunter zählt auch die „Hasskriminalität“, zu der homophobe, transphobe, biphobe, aber auch rassistische, fremdenfeindliche und antisemitische Angriffe gezählt werden, wobei die Dunkelziffer vermutlich viel höher liegt. Neben der Prävention dieser Delikte muss für die Opfer solch motivierter Straftaten dringend mehr gemacht werden.“, so Santino Klos, Genderpolitischer Sprecher und organisatorischer Landesgeschäftsführer der Grünen Jugend Saar.
„Bisher haben acht Bundesländer eigene Landesantidiskriminierungsstellen. Das Saarland muss hier nachlegen und eine eigene Stelle auf Landesebene einrichten. Auch die Antidiskriminerungsstelle des Bundes fordert dazu auf, die Hilfsangebote für Betroffene deutlich zu verbessern.“, so Klos weiter.
Diese Stelle könne sich um Betroffene kümmern und ihnen helfen, das Passierte aufzuarbeiten und bei Fragen zur Seite zu stehen. Eine Woche integrierte Rechtsberatung könne dazu beitragen, die Dunkelziffer der Delikte zu mindern indem man den Opfern helfe Anzeige zu erstatten. Denn: Oft sei das Schamgefühl zu groß um aus eigener Kraft Anzeige zu erstatten, so Santino Klos abschließend.