Laut dem §218 StGB sind Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland grundsätzlich für alle Beteiligten strafbar, mit nur ein paar konkreten Ausnahmen. Zudem wird es Ärzt*innen nicht erlaubt öffentlich mit dem Angebot der Abtreibung zu informieren. Die Grüne Jugend Saar lehnt deshalb die §§218-219 StGB ab.

Dazu äußerte sich die Genderpolitische Sprecherin der Grünen Jugend Saar, Lara Bütermann, wie folgt: „Straffreie Schwangerschaftsabbrüche sind nur möglich, wenn es die medizinische oder strafrechtliche Notwendigkeit gibt oder die schwangere Person sich einem übermäßig komplizierten Beratungsprozess unterzieht. Beratungsstellen werden dazu aufgefordert die Schwangerschaftsfortführung als ideologisiertes Ziel zu setzen. Wir fordern deswegen eine unabhängige, individuelle und ergebnisoffene Beratung.“

Zum anderen warnt Bütermann vor fehlender Informationsfreiheit für Hilfesuchende: „Ärzt*innen werden rechtskräftig dafür verurteilt, öffentlich anzugeben, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Somit wird das Angebot an sicheren und direkten Informationsquellen stark verkleinert. Um umfangreiche Aufklärung für jeden zu ermöglichen, fordert die Grüne Jugend Saar den Ausbau der Informationskultur.“

Bütermann fährt fort: „Die Streichung der §§218-219 des Strafgesetzbuchs ist unumgänglich, wir fordern deswegen als Ersatz eine Fristenlösung, die nach dem 3. Monat eine medizinische Einschätzung vorsieht und außerhalb des Strafgesetzbuchs geregelt ist.“