Die Grüne Jugend Saar fordert Ministerin Streichert-Clivot auf unser aller Gesundheit nicht zu gefährden

Santino Klos, politischer Geschäftsführer der Grünen Jugend Saar: „Wir schließen uns der Kritik der GEW an. Dabei sehen wir vor allem die neuen Quarantäneregeln sehr kritisch. Demnach sollen nur noch ‚die engsten Kontaktpersonen‘ in Quarantäne. Dabei ist völlig unklar, wer dazu zählt und wer nicht.
Die Bildungsministerin muss ihre Blockadehaltung zum Erhalt des Präsenzunterrichts umgehend beseitigen, sich der Berliner Bildungssenatorin Scheers anschließen und Hybridunterricht ermöglichen.”
„Immer mehr Schüler*innen haben aufgrund der sich immer stärker zuspitzenden Lage, Angst die Schule zu besuchen. Wer weiter um jeden Preis am vollständigen Präsenzunterricht festhält, gefährdet unser aller Gesundheit. Neben der Einführung von Hybridunterricht, also einem Wechsel zwischen Präsenzlehre und digitaler Lehre, fordern wir eine kostenlose Bereitstellung von FFP2-Masken für alle Schüler*innen, denn: Schüler*innen, die mit vulnerable Familienangehörige im gleichen Haushalt leben, können sich nicht vom Präsenzunterricht befreien.“, so Klos weiter
Auch die Mehrbelastung von Lehrkräften, sowie Beschwerdebriefe einiger örtlichen Personalräte werden vom Bildungsministerium gekonnt ignoriert. Je nach Situation der Schule wird es immer öfter zur Regel, dass Lehrkräfte so eingebunden sind, dass sie über mehrere Stunden weder eine Pause einlegen, geschweige denn die Toilette besuchen können, ohne dabei ihre Aufsichtspflicht zu verletzen. Wobei bekannt ist: Die Situation wird sich noch weiter verschärfen.
„Wir können nicht weiterhin dulden, dass Menschen mit systemrelevanten Berufen in den höchsten Tönen gelobt werden, während tatenlos dabei zugesehen wird, wie sie an die Grenzen ihrer Belastungskapazitäten stoßen.“ ergänzt Marlene Schädler, Sprecherin der Grünen Jugend Saar.
„Sollte die Ministerin die Wertschätzung der Lehrkräfte wirklich ernst meinen, muss sie die Streichung der beweglichen Ferientage und Ausgleichstage, auf die sich demokratisch geeinigt wurde, umgehend rückgängig machen. Hier ist auch fraglich, ob diese Entscheidung des Ministeriums mitbestimmungspflichtig gewesen wäre.“, so Schädler abschließend