Damit würde das Saarland als letzter im Vergleich zu anderen Bundesländern nachziehen, die bereits jetzt das Sommersemester 2020 als Nicht- oder Solidarsemester deklariert haben. Im Rahmen einer Petition will die Grüne Jugend Saar auf die Forderung aufmerksam machen. 
Dazu die Sprecherin der Grünen Jugend Saar, Jeanne Dillschneider:Die Corona-Krise hat weitreichende Auswirkungen auf die Universitäten und Hochschulen. Besonders Studierende, die auf ihren Job oder auf BaFög angewiesen sind, trifft diese Krise besonders hart. Trotz der Bemühungen der Hochschulen, eine möglichst qualitativ hochwertige digitale Lehre anzubieten, bleiben viele Studierende aufgrund ökonomischer und sozialer Benachteiligung zurück. Die physische Distanz und das Brachliegen eines normalen Uni-Alltags kommenerschwerend hinzu. Dazu kommt der enorme Leistungsdruck, neben der Corona-PandemiePrüfungen zu absolvieren und Fristen einzuhalten.“ 
Soziale Ungleichheit werde in der Krise erheblich verstärkt. Dillschneider erklärt: Die Erhöhung der Regel- und Maximalstudienzeit wäre eine schnelle und unbürokratische Lösung. Die Anrechnung als Kann-Semester würde für Studierende eine erhebliche Entlastung darstellen. Anträge zur Nothilfe wurden zahlreich abgelehnt, sodass mittlerweile weniger gestellt werden. Das bedeutet aber nicht, dass weniger Studierende in Not sind. Klar ist, dass es dringend einer Reform der Ausbildungsfinanzierung bedarf. Dafür muss die Landesregierung sich dringend im Bundesrat einsetzen.“