Pressemitteilung: Grüne Jugend Saar fordert Fußgängergesetz im Saarland

Die Grüne Jugend Saar fordert Verkehrsministerin Anke Rehlinger dazu auf, eine landesweite Offensive für zukunftsfähige Innenstädte zu starten. In Berlin ist bereits das erste Gesetz zum Schutz von Fußgänger*innen beschlossen worden, mit dem die Verkehrswende umgesetzt werden soll.

Dazu Marlene Schädler, Sprecherin der Grünen Jugend Saar: „Das Saarland muss zum Vorreiter werden und den Umbau weg vom Autoverkehr hin zu ökologischen Mobilitätskonzepten schaffen. Das Saarland gilt zwar traditionell als Autoland, in der Realität werden jedoch viele Wege in Städten zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt. Um die Aufheizung unserer Innenstädte zu verhindern und das 1,5 Grad Ziel zu erreichen, müssen wir im Saarland mit gutem Beispiel voran gehen. Städte wie: Oslo, Madrid, Wien, Hamburg, Houten und Pontevedra machen es bereits vor.“

Die Grüne Jugend Saar fordert konkret die Ausweitung der Fußgängerzonen und autofreie Kernbereiche in den Innenstädten. Vorrang müssten die Fußgänger*innen haben, so Schädler. „Neben längeren Grünphasen für Fußgänger*innen, mehr Zebrastreifen und mehr Barrierefreiheit fordern wir mittelfristig auch autofreie Innenstädte. Dies kann Schritt für Schritt dadurch gelingen, dass Fußgängerzonen ausgeweitet und autofreie Kernzonen ausgewiesen werden. Dadurch wird die Aufenthaltsqualität enorm verbessert. Grünere Städte sind nicht nur attraktiver, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Fußgänger*innenbeauftragte in den Kommunen könnten dazu beitragen, Fußgänger*innen als Verkehrsteilnehmer*innen zu stärken und mit ihnen gemeinsam einen Dialog mit dem Einzelhandel vor Ort zu suchen. Gemeinsam könnten so passgenaue Lösungen hin zu ökologischen, weitgehend autofreien Innenstädten entwickelt werden.“