Grüne Jugend Saar ist entrüstet über Verkehrsministerium.

Seit 2017 ist Anke Rehlinger Verkehrsministerin und bemüht sich seit vielen Jahren öffentlich für den Fahrradverkehr – letztlich beispielsweise in Form eines neu aufgesetzten Fonds von über 2 Millionen Euro für den Ausbau von Fahrradstraßen. Die Ergebnisse lassen jedoch auf sich warten.

Sprecherin der Grünen Jugend Saar, Marlene Schädler, äußert sich skeptisch: „Die hohen Gelder, die Versprechungen im Sinne der Radverkehrsstrategie eines “Alltagsradverkehrs” zu schaffen, bleiben aus. Um die Radwege im Saarland steht es schlecht – sie hören mittendrin auf, werden blockiert durch Autos oder sind in einem miserablen Zustand. Die Lage wird seit Jahren schlimmer und von Infrastruktur, wie die Ministerin das “Radwegnetz” nannte, kann man nicht sprechen. Durch den schlecht ausgebauten ÖPNV bleibt jungen  Menschen oft nur die Alternative des Fahrrads. Somit leiden vor allem Jugendliche unter schlecht ausgebauten Radwegen – und riskieren somit bei jeder Fahrt ein hohes Verletzungsrisiko.” Schädler fordert weiterhin – auch mit Blick auf die Klimakrise – schnelles Handeln und eine Veränderung der prekären Zustände im Saarland: „Um einen nachhaltigen und sicheren Verkehr für alle Teilnehmer*innen zu ermöglichen, fordern wir eine Fahrradinitiative Saar mit baulich abgetrennten Radwegen, weitläufiger Infrastruktur in die umliegenden Gemeinden und einer starken Priorisierung für den Radverkehr. Die gebilligten Mittel des Verkehrsministerium sind zwar löblich, jedoch fehlt ein Zeitplan, ein Umsetzungskonzept oder lediglich das Interesse zur Umsetzung. Bisher sind es leider nur leere Versprechen und jahrelange Symbolpolitik – doch die Frage, was wir im harten Strukturwandel im Sinne der Klimaneutralität brauchen, wird damit nicht beantwortet.”