Mehr Jugendpartizipation bei Bündnis90/Die Grünen

 

Wer sich die Zusammensetzung des neuen Bundestags anschaut, stellt schnell fest: Nicht nur der Frauenanteil ist erschreckend gering, auch der Altersschnitt ist kaum repräsentativ für die Zusammensetzung unserer Bevölkerung. Allein Bündnis 90/die Grünen macht es sich zur Aufgabe, Frauen, Inter und Trans Personen und junge Menschen in der Politik zu fördern.

Denn wenn die Probleme der Zukunft angepackt werden sollen, müssen alle Generationen daran beteiligt sein. Die Grünen haben erkannt, dass es für eine progressive Politik nicht nur Erfahrung braucht, sondern auch neue und mutige Ideen. Gerade als Grüne Jugend sehen wir unsere Aufgabe, den politischen Nachwuchs zu fördern, die Partei kritisch zu hinterfragen und junggrüne Positionen einzubringen. Wenn man sich die Wahlergebnisse des letzten Jahres anschaut, wird klar: Bündnis 90/die Grünen ist dort stark, wo es auch eine starke Jugendarbeit gibt. Nicht nur bei den U18 Wahlen waren wir erfolgreich, auch sind es besonders Frauen im Alter von 18-30, die für die Grünen gestimmt haben.

Dies zeigt, dass die Grünen und die Grüne Jugend für junge Menschen eine politische Heimat bieten. Die Grüne Jugend ist der Raum, in dem junge Menschen sich politisch engagieren, bilden und aktiv einbringen können. Entgegen des Hasses, der Angst und Verdrossenheit, die sich in den letzten Jahren breitgemacht haben, stehen wir für eine solidarische und offene Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, die Teilhabe junger Menschen fördern und ihnen zu helfen, sich in demokratische Prozesse mit neuen Ideen einzubringen um so etwas in unserer Gesellschaft zu verändern.

 

Unsere Zukunft zu gestalten ist wichtiger denn je: Der Klimawandel wird uns und nachfolgende Generationen treffen. Rechte und konservative Stimmen werden lauter und fordern ein veraltetes Familienbild zurück, eine unmenschliche Flüchtlingspolitik und die Schwächung der Rechte von Frauen und LGBTIQ+. Dagegen ankämpfen müssen wir alle gemeinsam.

Junggrüne Positionen sind besonders dann wichtig, wenn die Grünen sich neuen Herausforderungen stellen müssen. Wenn die Grünen sich ihrer Prioritäten bewusst werden müssen, Kompromisse eingehen und ihre eigene Identität hinterfragen, müssen wir als Grüne Jugend konstruktiv mitarbeiten, aber auch der Stachel im Fleisch der Mutterpartei sein, sie im Zweifelsfall an ihre eigenen Ideale erinnern und gleichzeitig auch zu neuen, progressiven Denkweisen bringen.

Gerade in den letzten zwei Wahlkämpfen haben wir als Grüne Jugend gezeigt, dass wir bereit sind, mit anzupacken. Ob auf der Straße im Dialog mit Menschen, ob mit eigenen Aktionen, mit der Verbreitung unserer Inhalte oder der Neugründung von junggrünen Ortsgruppen – die Grüne Jugend ist aktiv und bringt den Landesverband voran.

Im Saarland wurde bereits einiges für die Teilhabe der Grünen Jugend geleistet. Im Bundestagswahlkampf sind die Grünen mit der jüngsten Liste angetreten. Auch haben unsere beiden Sprecher*innen auf der Landesliste kandidiert. Doch das ist nicht genug. Für eine gute und gerechte grüne Politik muss jungen Menschen und insbesondere Frauen und Inter-/Transpersonen eine Stimme gegeben werden. Darum soll die Grüne Jugend Saar bei den Entscheidungen der Grünen Partei stärker mitwirken und in die Prozesse und Gremien von Bündnis 90/Die Grünen Saarland eingebunden sein.

 

Dieser Antrag wurde beschlossen am 09.12.2017.