Fehlender Bevölkerungsschutz bei der aktuellen Waldbrandlage
Grüne Jugend Saar kritisiert Umweltministerin Berg wegen der aktuellen Waldbrandlage und dem fehlenden Bevölkerungsschutz

Die Grüne Jugend Saar fordert Umweltministerin Berg wegen der rasanten Ausbreitungen des Waldbrandes in Illingen zum Handeln auf. Wir brauchen noch in diesem Jahr eine ausführliche, wissenschaftlich fundierte,
saarländische Waldbrand-Strategie, um Kommunen zu entlasten und den Schutz der Einsatzkräfte vor Ort zu sichern.
Hunderttausende Hektar Wald sind seit Jahresbeginn in Europa verbrannt. Nun ist die Katastrophe auch im Saarland angekommen, denn seit Sonntag Nachmittag brennen nun auch mehrere Hektar Wald im Landkreis Neunkirchen. Dabei ist der Wald durch seine Funktion als CO2 Speicher, ein zentraler Stützpfeiler im Kampf gegen den Klimawandel. Ebenfalls agiert er als massiver Wasserspeicher und verhindert somit konsequent Hochwasserkatastrophen wie das Pfingsthochwasser 2024. Dies zeigt der saarländische Wald muss geschützt werden.
Das Land darf sich nicht nur auf die Arbeit der Ehrenamtlichen vor Ort verlassen, sondern braucht selbst lokale Kapazitäten. Es braucht Investitionen in die Ausrüstung der Waldbrandbekämpfung zur Evakuierung von Mensch und Tier. Der Katastrophenschutz muss stärker auf mögliche Brände vorbereitet sein und Personal muss entsprechend kompetent ausgebildet werden.
Micah Zimmermann, Sprecherin der Grünen Jugend Saar erklärt: „Auch wenn Waldbrände sich über mehrere Bundesländer erstrecken, obliegt die Bekämpfung jener bislang den Städten und Kommunen, die finanziell und personell am Limit sind. Das Ministerium muss jetzt eine zukunftsfeste Waldbrand-Strategie aufstellen, um Kommunen und Städte zu entlasten.“
Finn Schlicker, Sprecher der Grünen Jugend Saar ergänzt: „Die Landesregierung ignoriert seit Monaten die Auswirkungen der gegenwärtigen Katastrophe. Auch im Hitzschutz hinkt das Saarland hinterher. Kommunale Hitzeschutzkonzepte sind nicht vorhanden und Pflegestellen, Kindergärten und Altersheime leiden massivst darunter. Die aktuellen Waldbrände sind nur die Spitze des Eisberges und die logische Folge des fehlenden Handelns. Die Landesregierung schützt ihre Bevölkerung nicht genug!“